Midnight Caller
desde Christine Wayand
Romy hat einen ganz normalen Alltag und ist durchaus zufrieden in ihrem Job als Bankangestellte. Denn seit einem Tiefpunkt in ihrem Leben gibt ihr dieser Struktur und Halt.
Als Ehrenamtliche eines Sorgentelefons leiht sie ihr Ohr anderen und nimmt Anteil an deren Nöten. Romys eigener Schmerz aber bleibt tief verborgen. Nicht einmal ihre Eltern oder ihre engste Freundin schaffen es, sie aus ihrem emotionalen Exil herauszuholen.
Eines Nachts allerdings meldet sich bei ihr eine Männerstimme, die sie tiefer berührt, als ihr lieb ist. Der Fremde zeigt sich verletzlich, aber auch einfühlsam. Umso verstörender empfindet es Romy, dass er vorgibt, als Musiker mit den Schattenseiten des Rampenlichtes zu hadern. Offenbar leidet er unter Wahnvorstellungen oder aber versucht mit dieser Scheinidentität zu glänzen. Als sich die nächtlichen Telefonate wiederholen, spitzt sich Romys Zerrissenheit zu. Einerseits ist da diese unerklärliche Nähe, weil der angebliche Sänger etwas in ihr zum Klingen bringt, das verschüttet war. Andererseits ist es grundfalsch, eine Bindung entstehen zu lassen – dazu mit einem Menschen, der offenbar den Bezug zur realen Welt verloren hat.
Wird Romy standhalten und ihr Herz vor dem schützen, was nicht sein darf?
Categoría: Liebesromane, Frauenliteratur