Wo das Eis singt

aus Heike Fröhling

1949. Ante ist siebzehn und weiß: Wenn er im Norden Schwedens bleibt, wird sein Leben nie ihm gehören. Als Same darf er nicht weiter zur Schule gehen, es gibt für ihn keine Zukunft. Seine Sprache wird unterdrückt, seine Herkunft macht ihn in den Augen der Mehrheit minderwertig.
In einer Winternacht verlässt Ante seine Familie, er flieht bis nach Frankreich. Ohne Papiere und Geld bleibt ihm nur ein Ausweg: Er heuert in der Fremdenlegion an und zahlt für die neue Freiheit mit dem Verlust seiner eigenen Geschichte.
Währenddessen bleibt seine Schwester Máret im Norden zurück. Ihre Familie gibt ihr die Schuld am Tod ihres Mannes, so lebt sie allein in einer verlassenen Berghütte, mit einem Hund als einzigem Gefährten. Dann begegnet sie einem schwedischen Pfarrer, der ihr zuhört und ihr eine neue Welt eröffnet. Máret verliebt sich, bevor sie begreift, dass er nur gekommen ist, um eins der größten Naturheiligtümer ihres Volkes zu zerstören.
Jahre später erreicht Ante ein Brief aus seiner Heimat und die mühsam errichtete Mauer zwischen seinem alten und seinem neuen Leben zerbricht.
Kategorien: Historische Romane, Frauenliteratur
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