Die Jenseitsstürmerin - Chronik der Reisen zwischen Himmel und Erde

von Claire Dupont-Lagarde

Vera Unruh, Pressereferentin einer Großstadtverwaltung, erhält im Büro eine Einladung für einen Besuchstag im Himmel. Kurz darauf befördert sie ein Göttervogel ins Jenseits. Der dortige Verwaltungschef stellt mit Entsetzen fest, dass Vera mit einer Namensverwandten verwechselt worden ist. Als Zeichen der Entschuldigung geleitet er die Besucherin durch das Paradies und gewährt ihr Einblick in das Leben nach dem Tod, das im völligem Gegensatz zu tradierten Vorstellungen steht. Da die Atheistin bei weitem nicht den himmlischen Anforderungen genügt, ist die Rückkehr ins Diesseits mit akuter Lebensgefahr verbunden. Doch mit Hilfe von Schutzengeln gelingt das Kunststück: Sie kehrt zur Erde zurück. Die ihr auferlegte Verpflichtung, nichts über das Leben im Jenseits zu berichten, hält die Angestellte nicht ein, wodurch sie dem Zorn einer allmächtigen Göttin anheimfällt.
Gegen ihren Willen folgen weitere Jenseitsreisen, die Vera an die Grenze der Belastbarkeit führen. Immer tiefer versinkt sie in einen Strudel aus Angst, Verzweiflung und Verfolgungswahn, bis sie in Mallorca die Liebe ihres Lebens, einen jüngeren Mann aus Myanmar, kennenlernt. Durch die Liebe verändert sie den Lebensstil radikal, verabschiedet sich vom promisken Sexualverhalten, stellt die Karriere hintan und findet einen Weg, um sich neuerlichen Reisen ins Jenseits zu entziehen. Doch das gebrochene Schweigegelübde hat Folgen: Vera wird in den Hades einberufen. In der „Schattenwelt“ kommt es zum Showdown mit einem Wesen, dessen Ziel es ist, die Menschheit vom blauen Planeten zu fegen.
Der Roman, der auf den Tagebuchaufzeichnungen der Protagonistin beruht, wartet auf mit einem Erzählstil, der Kinderfantasien und Traumbilder mit Episoden aus der Wohn- und Arbeitswelt verknüpft.
Die Erzählung ist in der Alltagswirklichkeit angesiedelt, in die plötzlich und unerwartet das Fantastische einbricht. Sie ist bedrückend nah dran an den Lebensumständen von Büroangestellten in bundesdeutschen Großstädten.
Durch die Reise in jenseitige Fantasiewelten hebt sie sich gleichzeitig spielerisch von den real existierenden Bedingungen ab.
Persiflagen und Satire wechseln sich ab mit Szenen, die zum Nachdenken über eigene Lebensstile, -weisen oder -ziele anregen.
Einzelne Szenen werden bis ins Absurde gesteigert und mit Märchen-, Drama- und Horrorelementen verflochten.
Am Ende entpuppt sich die Erzählung als Love-Story der etwas anderen Art.
Kategorien: Fantasy, Frauenliteratur
Vom 28. Juni 2020
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